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Die Senioren-Verkehrshelfer in Friedrichshafen-Ailingen wurden mit dem "Roten Ritter 2010" ausgezeichnet

Preisverleihung "Der Rote Ritter 2010" für das Projekt Senioren-Verkehrshelfer in Friedrichshafen-Ailingen (von links): Bernd Melcher, Vorstand der Aktion Kinder-Unfallhilfe, Polizeihauptkommissar Harald Müller von der Polizeidirektion Friedrichshafen und 2. Vorsitzender der Verkehrswacht Bodenseekreis e.V., Angelika Drießen vom Arbeitskreis Familie und Senioren-Verkehrshelfer Franz-Josef Hagel sowie Adalbert Wandt, Vorsitzender der Aktion Kinder-Unfallhilfe
Hamburg, 1. Juni 2010
Viele Wege führen zum Ziel: Mit ganz unterschiedlichen Ideen gelingt es den Gewinnern des Präventionspreises "Der Rote Ritter 2010", Kinder und Jugendliche vor Verkehrsunfällen zu schützen. Der Verein Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V. vergab am 31. Mai 2010 in Hamburg den Präventionspreis des Vereins Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V. an fünf Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet. Preisträger sind die Senioren-Verkehrshelfer in Friedrichshafen-Ailingen, die Stadt Marl mit einem Ampelmännchen-Diplom, die Bus-Schule in Lingen, ein umfassendes Unfallverhütungs-Projekt in Hagen sowie Ellen Haase von der Kreispolizeibehörde Gütersloh für ihr persönliches Engagement.
Bei der Preisleihung zeigt sich Adalbert Wandt, Vorsitzender der Aktion Kinder-Unfallhilfe e. V., beeindruckt von der hohen Qualität der eingereichten Projekte: "Überall in Deutschland engagieren sich Menschen erfolgreich für die Verkehrssicherheit von Kindern ? mit durchweg praktischen und nachahmenswerten Ideen." Über 50 Beiträge wurden bei der ersten Ausschreibung des neuen Präventionspreises eingereicht. "Ein enormer Erfolg", wie Wandt meint. Er betont, dass nur mit dem Engagement vieler Menschen wirklich nachhaltige Erfolge erzielt werden können und bittet deshalb alle "nicht in ihren Bemühungen nachzulassen, unsere Kinder vor Unfällen zu schützen." Doch schlussendlich musste die Jury aus den vielen qualifizierten Bewerbungen eine Auswahl treffen.
Friedrichshafen-Ailingen:
Verkehrsprävention und Seniorenarbeit einmal anders
Pünktlich nach den Sommerferien treten sie ihren Dienst an: die Senioren-Verkehrshelfer in Friedrichshafen-Ailingen. Bei Wind und Wetter lotsen sie die Schulkinder vier Wochen lang morgens und nach Schulschluss sicher über die Straßen und erklären ihnen das richtige Verhalten am Zebrastreifen. Nebenbei übernehmen sie auch verkehrserzieherische Aufgaben bei Erwachsenen. ?Wer mit dem Fahrrad über einen Zebrastreifen fährt, wird schon einmal freundlich, aber energisch aufgefordert, abzusteigen?, berichtet Polizeihauptkommissar Harald Müller von der Polizeidirektion Friedrichshafen und 2. Vorsitzender der Verkehrswacht Bodenseekreis e.V.. Vorbild muss sein. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Familie, dem Seniorenrat und der Verkehrswacht Bodenseekreis e. V. begleitet der Polizist den Lotsendienst bereits seit 2003. Gemeinsam ist man stolz darauf, dass seit dem Einsatz der Senioren-Verkehrshelfer kein Kind mehr auf dem Schulweg verletzt wurde. Und dass Friedrichshafen-Ailingen Vorbild für zwei weitere Gemeinden im Bodenseekreis war, die jetzt ebenfalls Verkehrshelferdienste auf die Beine gestellt haben. Die Schulweg-Sicherung in Friedrichshafen-Ailingen ist ein vorbildliches Konzept, das Alt und Jung vereint und die Auszeichnung mit dem ?Roten Ritter? verdient.